Aktuelle Förderprojekte

Forschungsprojekt "Rekonstruktion Alter Dom"

Seit Beginn der Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1946 wurden anhand der jeweils neu gewonnenen Erkenntnisse zur Baugestalt des Alten Domes immer wieder Rekonstruktionen erstellt. Diese beruhen im Wesentlichen auf den bis dato ausgegrabenen Fundamenten und Mauerresten. Architektonische Details wie Profile oder eine farbige Kassettendecke wurden dabei ohne Befunde veranschaulichend hinzugefügt. Aufgrund der fehlenden Grundlagen entstand das Bild einer stark vereinfachten Architektur, bei der die Petruskirche als schlichte Basilika dargestellt wird.

Die im Laufe der Jahre durch die Kölner Dombauhütte immer weiter fortschreitenden Inventarisierungsarbeiten der Architekturfunde und die jüngsten Erkenntnisse zum Bauschmuck des Alten Domes liefern neue Aufschlüsse über dessen Baugestalt und Bedeutung. Aufgrund der neuen Ergebnisse könnte eine fundierte Rekonstruktion zur Innenraumgestaltung entstehen. Nur mit Hilfe wissenschaftlicher Rekonstruktionen, die alle inzwischen bekannten Details berücksichtigen, ist es möglich, ein Bild zu erzeugen, das die Vorrangstellung des Alten Domes sehr viel deutlicher zum Ausdruck bringt als die bisherigen Rekonstruktionen, deren Informationsgehalt sich auf Raumbegrenzungen und ungegliederte Stützpfeiler beschränkt.

Ganz im Sinne ihres Satzungszwecks möchte die Kulturstiftung Kölner Dom der Dombauhütte die Erstellung der fundierten Rekonstruktionen ermöglichen und das Forschungsprojekt unterstützen. Dabei ist die Stiftung auf finanzielles Engagement angewiesen und freut sich über jede Spende zugunsten des Projekts „Alter Dom“.

Friedensoratorium "Lux in tenebris"

Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt, wird am 7. und am 8. Mai 2020 im Kölner Dom das Oratorium „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe aufgeführt. Lichtkunst, Chöre, Solisten, Streicher, Percussion und Bibeltexte verschmelzen mit Lyrik und Bildern des zerstörten Kölner Domes zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.

Mit diesem Oratorium soll nicht nur an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnert, sondern auch jener historisch einmalige Frieden gefeiert werden, der Europa seit 1945 eint. Und doch ist dieser Friede ein fragiles Gut: In jüngster Zeit bedrohen Populismus und Nationalismus Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa. So will die Aufführung von LUX IN TENEBRIS auch den Blick in die Gegenwart und nach vorne richten: Auf unsere gemeinsame Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Mit LUX IN TENEBRIS will der Kölner Dom aus geistlicher Sicht einen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beisteuern. Die Kulturstiftung Kölner Dom finanziert dieses Projekt und ist stolz, dank der großzügigen Untersützung ihrer Spenderinnen und Spender, einen Beitrag zu diesem wichtigen Ereignis leisten zu können.

Unterstützung der Kölner Dommusik

Die Kölner Dommusik ist mit ihren vier Chören und der Orgelmusik nicht nur das Herzstück der Liturgiebegleitung, sondern auch des Kulturprogramms am Kölner Dom. Im Sinne ihres Stiftungsauftrags fördert die Kulturstiftung, mithilfe engagierter Spenderinnen und Spender, Konzerte und Vertonungen der Dommusik. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Konzertreihe "Geistliche Musik am Dreikönigenschrein" und den sommerlichen "Orgelfeierstunden".  Im Rahmen der Konzertreihe stehen in diesem Jahr besonders die beiden Konzerte in Kooperation mit dem Gürzenich-Orchester im Vordergrund, die seit langem Tradition sind. Die Kulturstiftung Kölner Dom freut sich über jede Spende zugunsten der Kölner Dommusik, um auch künftig das musikalisch kulturelle Angebot am Dom unterstützen zu können.

Bau eines kunstvollen Gitters an der Nordseite des Domes

In den letzten Jahren kam es am Dom verstärkt zu Vandalismus, der nicht nur bauliche Schäden verursacht, sondern auch die Würde der Kathedrale angreift. Besonders betroffen sind die Portaltrichter an der Nordseite, inkl. des Sternenteppichs.

Das Domkapitel hat im Sommer 2019 beschlossen, auch den Norden mit einem schmiedeeisernen Gitter zu versehen, um künftig die wertvollen Portale und Sterne würdevoll zu schützen und Vandalismus und Verunreinigung jeglicher Art zu vermeiden. Die Kulturstiftung Kölner Dom beteiligt sich maßgeblich an den Kosten des Gitters. Ausführender Architekt ist Johannes Nagel, dessen Vater Paul Nagel bereits das kunstvolle Gitter an der Südseite entworfen hat. Das Nordgitter wird in Analogie gestaltet und aus zahlreichen, künstlerisch geformten Eisenstäben geschmiedet, die im Einklang mit der Architektur des Domes stehen werden. Die Fertigstellung des Gitters ist für April 2020 geplant.