Aktuelle Förderprojekte

Eine neue Orgel für die Marienkapelle

Die Marienorgel im Kölner Dom muss dringend erneuert werden. Die Kulturstiftung Kölner Dom möchte mit Hilfe einer Spendenaktion das Domkapitel dabei unterstützen, in eine neue, moderne Orgel zu investieren, damit die Musik in der Marienkapelle künftig genauso einzigartig und überwältigend ist wie die Kathedrale selbst.

In der Marienkapelle des Doms ist die aktuelle Orgel seit gut 60 Jahren das unverzichtbare musikalische Herzstück. Doch diese muss nun dringend erneuert werden: Das aktuelle Instrument, das Woche für Woche rund 45 Gottesdienste begleitet, hat über die vielen Jahre an technischer und klanglicher Qualität stark eingebüßt – mit bloßen Reparaturen können diese Mängel nicht mehr behoben werden.

Trotz des hohen Stellenwerts der Musik am Kölner Dom, fehlen für kulturelle Zwecke leider häufig die finanziellen Mittel. Für den Neubau der Marienorgel kann der Großteil der benötigten Summe durch Eigenmittel abgedeckt werden. Für die restlichen Kosten von rund 220.000 €, fehlen dem Dom bisher die Mittel. 

Was ist „das Besondere“ an der neuen Marienorgel?
Sowohl die Liturgie am Dom, als auch die konzertanten Aufführungen haben in den vergangenen Jahren an Zahl und Bandbreite der Programme stark zugenommen. Der geplante Neubau einer Orgel für die Marienkapelle ist deswegen vor allem von der Idee inspiriert, dieses Instrument neben seinem Einsatz in den Gottesdiensten, künftig auch für die Konzerte im Hochchor nutzbar zu machen.

Die renommierte Orgelbauwerkstatt Johannes Klais aus Bonn soll sich dieser Idee annehmen – mit einer fahrbar konstruierten Orgel. Die Planung der Orgelbaufirma sieht vor, das Instrument mittels eines hochpräzise arbeitenden Scherenhubtisches in wenigen Minuten nach oben ausfahrbar zu gestalten – eine Lösung auf dem neuesten Stand der Technik. Bei Gottesdiensten bleibt die Orgel auf Höhe der Marienkapelle, und bei Konzerten wird die Orgel über die Chorwand hinausgefahren, um mit ausreichend Klang die Chöre zu unterstützen.

Die äußere Gestaltung der Orgel soll nach einem Entwurf des internationalbekannten Architekturbüro Mecanoo verwirklicht werden. Der Entwurf der Architekten verbindet Kunst und Technik in einem einzigartigen Design, in dem die Säulenstruktur die vorhandenen Dompfeiler wiederspiegelt und sich so ideal an die historische Umgebung anpasst. Die verwendete Baubronze fängt die Sonnenreflektionen im Dom ein und hüllt die Orgel in der Marienkapelle in stimmungsvolles Licht.

Ablauf der Spendenaktion
Die neue Marienorgel soll aus insgesamt 18 Registern bestehen, für die eine Gesamtspendensumme von 220.000 € benötigt wird. Interessierte können sich auf der Webseite www.marienorgel-koelnerdom.de genauer über das Projekt informieren. Je nach Größe, Beschaffenheit und Komplexität wird pro Register ein Betrag zwischen 3.000 € und 23.000 benötigt. Sie können sich je nach persönlichem Interesse auf der Webseite aussuchen, welches Register ihnen am besten gefällt und für welches sie spenden möchten. Es besteht die Möglichkeit den Betrag für ein ganzes Register oder einen freien Betrag nach Wahl zu spenden.

61. Spielzyklus der Orgelfeierstunden

Die Orgelfeierstunden am Kölner Dom feiern in diesem Jahr ihren 61. Spielzyklus.
Da auch in 2021 die finanzeillen Mittel für Musik und Kultur am Kölner Dom knapp gewesen sind, finanziert die Kulturstiftung auch in diesem Jahr wieder die beliebte Konzertreihe. Aufgrun der eingeschränkten Besucherzahlen werden die KOnzerte wieder live übertragen.  (online auf domradio.de und facebook).

Die kostenfreien Veranstaltungen der Kölner Dommusik, die einen unverzichtbaren Beitrag zum kulturellen Leben des Domes leisten, finanzieren sich über die Kollekte im Nachgang an die Konzerte. Wir freuen uns sehr, wenn Sie die Orgelfeierstunden per Online-Spende oder Banküberweisung unterstützen.

Forschungsprojekt "Rekonstruktion Alter Dom"

Seit Beginn der Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1946 wurden anhand der jeweils neu gewonnenen Erkenntnisse zur Baugestalt des Alten Domes immer wieder Rekonstruktionen erstellt. Diese beruhen im Wesentlichen auf den bis dato ausgegrabenen Fundamenten und Mauerresten. Architektonische Details wie Profile oder eine farbige Kassettendecke wurden dabei ohne Befunde veranschaulichend hinzugefügt. Aufgrund der fehlenden Grundlagen entstand das Bild einer stark vereinfachten Architektur, bei der die Petruskirche als schlichte Basilika dargestellt wird.

Die im Laufe der Jahre durch die Kölner Dombauhütte immer weiter fortschreitenden Inventarisierungsarbeiten der Architekturfunde und die jüngsten Erkenntnisse zum Bauschmuck des Alten Domes liefern neue Aufschlüsse über dessen Baugestalt und Bedeutung. Aufgrund der neuen Ergebnisse könnte eine fundierte Rekonstruktion zur Innenraumgestaltung entstehen. Nur mit Hilfe wissenschaftlicher Rekonstruktionen, die alle inzwischen bekannten Details berücksichtigen, ist es möglich, ein Bild zu erzeugen, das die Vorrangstellung des Alten Domes sehr viel deutlicher zum Ausdruck bringt als die bisherigen Rekonstruktionen, deren Informationsgehalt sich auf Raumbegrenzungen und ungegliederte Stützpfeiler beschränkt.

Ganz im Sinne ihres Satzungszwecks möchte die Kulturstiftung Kölner Dom der Dombauhütte die Erstellung der fundierten Rekonstruktionen ermöglichen und das Forschungsprojekt unterstützen. Dabei ist die Stiftung auf finanzielles Engagement angewiesen und freut sich über jede Spende zugunsten des Projekts „Alter Dom“.

Unterstützung der Kölner Dommusik

Die Kölner Dommusik ist mit ihren vier Chören und der Orgelmusik nicht nur das Herzstück der Liturgiebegleitung, sondern auch des Kulturprogramms am Kölner Dom. Im Sinne ihres Stiftungsauftrags fördert die Kulturstiftung, mithilfe engagierter Spenderinnen und Spender, Konzerte und Vertonungen der Dommusik. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Konzertreihe "Geistliche Musik am Dreikönigenschrein" und den sommerlichen "Orgelfeierstunden".  Im Rahmen der Konzertreihe stehen in diesem Jahr besonders die beiden Konzerte in Kooperation mit dem Gürzenich-Orchester im Vordergrund, die seit langem Tradition sind. Die Kulturstiftung Kölner Dom freut sich über jede Spende zugunsten der Kölner Dommusik, um auch künftig das musikalisch kulturelle Angebot am Dom unterstützen zu können.

Friedensoratorium "Lux in tenebris" (Projekt verschoben)

Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt, wird am 7. und am 8. Mai 2020 im Kölner Dom das Oratorium „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe aufgeführt. Lichtkunst, Chöre, Solisten, Streicher, Percussion und Bibeltexte verschmelzen mit Lyrik und Bildern des zerstörten Kölner Domes zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.

Mit diesem Oratorium soll nicht nur an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnert, sondern auch jener historisch einmalige Frieden gefeiert werden, der Europa seit 1945 eint. Und doch ist dieser Friede ein fragiles Gut: In jüngster Zeit bedrohen Populismus und Nationalismus Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa. So will die Aufführung von LUX IN TENEBRIS auch den Blick in die Gegenwart und nach vorne richten: Auf unsere gemeinsame Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Mit LUX IN TENEBRIS will der Kölner Dom aus geistlicher Sicht einen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beisteuern. Die Kulturstiftung Kölner Dom finanziert dieses Projekt und ist stolz, dank der großzügigen Untersützung ihrer Spenderinnen und Spender, einen Beitrag zu diesem wichtigen Ereignis leisten zu können.